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aus: http://www.20min.ch/day/story/23741807

Lange wurde über Couchepins genauen Wortlaut im Fall «Mengele-Mörgele» spekuliert. Heute führte ihn SVP-Nationalrat Christoph Mörgeli der versammelten Presse vor. Hören Sie selbst, was Bundespräsident Pascal Couchepin an der Sitzung der nationalrätlichen Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur (WBK) vom vergangenen 1. Februar 2008 gesagt hat:
In der umstrittenen Passage «(…) sonst kommt man zu Forschungen des Doktors … (Pause)… ich musste seinen Namen nachfragen, weil ich dachte, er heisse Doktor Mörgele, aber es ist Doktor Mengele» hat Pascal Couchepin «Mörgeli und Mengele vorsätzlich und mit voller Absicht in einen Zusammenhang gebracht», sagt Christoph Mörgeli in einer heute anberaumten Medienkonferenz. «Es handelte sich nicht um einen Versprecher. Wir wollen nicht zulassen, dass ein Mitglied des Bundesrates die Bürger belügt», sagt Mörgeli. Er spielt auf die Aussagen Couchepins an, die er im Rahmen einer Medienkonferenz gemacht hatte. Damals leugnete er, während der fraglichen Kommissionssitzung eine absichtliche Verbindung zwischen Nationalrat Mörgeli und dem KZ-Arzt Mengele gemacht zu haben.

Couchepin als Bundespräsident «nicht geeignet»

Den Verweis, den das Ratsbüro wegen Vorstosses gegen die Vertraulichkeit der Kommissionsverhandlungen ausgesprochen hat, will Mörgeli nicht akzeptieren. Denn Couchepin habe das Sitzungsgeheimnis verletzt. Dass der Bundespräsident unbehelligt bleibe, sei nicht akzeptabel. «Pascal Couchepin ist nicht geeignet, dieses Land und seine Bürger als Bundespräsident zu vertreten», sagte Mörgeli. In jedem anständigen Betrieb wäre Couchepins straf- und zivilrechtlich unzulässige Beschimpfung ein fristloser Kündigungsgrund. Rechtsmittel behalte er sich vor, sagte Mörgeli.

Die SVP als Opposition könne es nicht dulden, «dass der Schmutz in Bundesbern erfolgreich unter den Teppich gekehrt wird», sagte Mörgeli. Sie könne es nicht zulassen, dass die Koalition der Regierenden den Rechtsstaat ausser Kraft setze und mit der Opposition umspringe, wie es ihr gerade passe.

Departement des Innern: «Es ist kein neues Element zum Vorschein gekommen.»

Das Eidgenössische Departement des Innern wollte die Aussagen von Christoph Mörgeli auf Anfrage von 20minuten.ch nicht kommentieren. «Alles, was es zu diesem Thema zu sagen gibt, wurde an der Medienkonferenz von Pascal Couchepin gesagt. Seither ist kein neues Element zum Vorschein gekommen», betont EDI-Kommunikationschef Jean-Marc Crevoisier.

Hören Sie hier das von NR Christoph Mörgeli veröffentlichte Tondokument.

6 Kommentare zu “Tondokument beweist: Couchepin log!”

  1. am 31. Mar 2008 um 18:02 XY

    Schrecklich, dieser Couchpein. Und Blocher wurde aufgrund seines Stils abgewählt…

    Dass ich nicht lache!

  2. am 12. Apr 2008 um 10:49 Waldo

    Warum erstatten Sie denn keine Anzeige? Wenn solche Äußerungen in der Schweiz Volksverhetzung sind, dann müssen
    Sie doch etwas unternehmen und nicht jammern!
    Gegen solche Hetzer kann man doch in der kleinen Schweiz etwas tun. Man darf nur nicht nachgeben! Ansonsten ist halt der andere viel intellegenter als Sie!

  3. am 13. Apr 2008 um 17:03 Anian Liebrand

    Christoph Mörgeli hat meines Wissens Anzeige erstattet. Die Busse, die Couchepin zahlen müsste, will er Nazi-Opfern spenden. Gute Sache!

  4. am 16. Apr 2008 um 08:37 geissli

    wow, zemli langwilige Blog händer do ehr Future-Super-bünzlis!

    keep reaching for the rainbow.. =)

  5. am 18. Apr 2008 um 08:15 Thomas Lanz

    “Christoph Mörgeli hat meines Wissens Anzeige erstattet. Die Busse, die Couchepin zahlen müsste, will er Nazi-Opfern spenden. Gute Sache!”
    Gute Werbung.

  6. am 18. Apr 2008 um 08:16 Thomas Lanz

    ….. und erst noch gratis.

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